Haubau Renovieren

Heizung

   - Ölheizung
   - Gasheizung
   - Pelletheizung
   - Kaminofen
   - Solarheizung
   - Fußbodenheizung
   - Lüftungsanlage
   - Elektroheizung
   - Infrarotheizung
   - Gelkamin

» zur Rubrik Energie

Kontakt

» Kontakt & Impressum
Home - Heizung - Pelletheizung

Die Pelletheizung

Viele Menschen denken darüber nach, welche alternativen Heizmethoden zu den herkömmlichen Heizanlagen für sie in Betracht kommen, da die fossilen Brennstoffe wie etwa Gas oder Öl schwindende Reserven darstellen. Eine Pelletheizung ist den konventionellen Heizformen gegenüber eine echte Alternative, über deren Anschaffung es sich lohnt, einmal genauer nachzudenken.


Wie funktioniert eine Pelletsheizung?

Die Funktion der Pelletheizung ist denkbar einfach. Das Herzstück der Anlage ist die Brennkammer, in der die Pellets CO2-neutral und beinahe schwefelfrei verbrennen. Die Pellets werden durch eine Absaugvorrichtung oder eine Förderschnecke vom Lager in die Brennkammer befördert.

Ein bedeutender Bestandteil der Pelletheizung ist die Steuerung, die wie bei einer Gas- oder Ölzentralheizung das Aus- und Einschalten der Pelletheizung regelt. Die Anlage der Pelletheizung ist komplett isoliert, um im Heizungsraum die Abstrahlungsverluste so gering wie möglich zu halten.

Es werden vollautomatische und halb automatische Pelletzentralheizungen unterschieden. Bei den vollautomatischen Pelletheizungen werden die Pellets über das Schnecken- oder Ansaugsystem vom Lager in die Brennkammer befördert. Bei der halb automatischen Pelletsheizung muss ein direkt angrenzender Vorratsbehälter einmal in der Woche oder im Monat (je nach Größe) von Hand befüllt werden.

Der Warmwasserspeicher (auch Pufferspeicher genannt) ist ein weiterer bedeutender Bestandteil der Pelletheizungen. Der Pelletkessel heizt das Wasser im Speicher immer bis zu einer gewissen Temperatur auf. Das warme Wasser wird ins Heizungssystem eingespeist. Immer wenn die Wassertemperatur unter einen bestimmten Grenzwert sinkt, wird die Pelletheizung aufs Neue gestartet.


Was sind Pellets und wie werden sie hergestellt?

Allgemein gesagt sind Pellets (englisch: "Bällchen") kleine Materialkörper aus komprimierten Stoffen in Zylinder- oder Kugelform. Auch in der Futtermittelindustrie wird das Tierfutter in Form von Pellets vertrieben.

Holzpellets werden in erster Linie aus Sägemehl und Sägespänen, die als Abfallprodukte in der Holzindustrie anfallen, hergestellt. Es werden keine Bäume im Wald für die Energiegewinnung durch Holzpellets gefällt. Es gibt allerdings Pellet-Betriebe, die speziell zur Holzgewinnung für die Pellet-Produktion Energiewälder anpflanzen, um die Holzbestände ausreichend zu sichern.

Das Ausgangsmaterial für die Pellets wird zunächst in einer sogenannten Hammermühle zerkleinert und daraufhin in einer Trocknungsanlage entwässert. Ein einheitlicher Feuchtegehalt von etwa 10-15 Prozent wird jedoch durch den Konditionier-Prozess erhalten. Als Bindemittel wird nun noch Stärke hinzugefügt und es erfolgt die anschließende Pressung der Masse in der Matrizenpresse bei einer Temperatur von ungefähr 40-50 Grad.

Nach dem Pressvorgang werden die Pellets auf die gewünschte Größe gebracht und einer Kühlung und somit gleichzeitig einer Aushärtung unterzogen. Die Qualität der Holzpellets ist in Deutschland unter der DIN 5173 festgeschrieben.


Die Kosten des Pelletskessels und der Pellets

Die Gesamtkosten für eine Pelletheizung setzten sich aus den Anschaffungskosten, den Brennstoff-Kosten und den Nebenkosten für die Anlage zusammen. Unter die Nebenkosten fallen beispielsweise Schornsteinfeger-, Abschreibungs- und Wartungskosten.

Die Anschaffung einer Pelletheizung ist nicht unbedingt preis-günstig. Alleine der Betrag für den Pelletkessel beläuft sich auf etwa 5.000 bis 11.000 Euro, je nach Hersteller und Art der Ausführung. Die Pelletheizung mit Warmwasserspeicher kostet inklusive der Installation rund 15.000 bis 20.000 Euro. Der Gesamtbetrag der Anlage beläuft sich somit auf fast den doppelten Anschaffungswert einer normalen Öl- oder Gasheizung.

Wettgemacht werden die Kosten der Anschaffung teilweise wieder durch die günstigeren Brennstoff-Preise. Eine Tonne Holzpellets kostet im Moment ungefähr 190 Euro, erwirbt man die Pellets erst nach der Heizperiode, kommt man günstigere Preise. Vergleichen hilft sparen!

Des Weiteren ist für den Einbau einer Pelletzentralheizung in Deutschland derzeit eine Bezuschussung / Förderung durch die BAFA möglich (Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).
Mehr zur Bafa Pelletheizung Förderung


Die Vor- und Nachteile einer Pelletheizung

Eine Heizung mit Holz ist generell eine äußerst umweltfreundliche Alternative zu anderen Heizformen. Das verwendete Holz für die Pellets gibt bei einer Verbrennung nur den CO2-Gehalt ab, den es während seiner Wachstumsphase auch aufgenommen hat. Die Pellets ergeben eine hohe Wärmeausbeute und der Ascheanteil durch die Verbrennung hält sich relativ gering. Die Pellet-Anlage hat zudem einen äußerst niedrigen Stromverbrauch.

Auch bei schwierigen Raum- und Lagerverhältnissen ist eine Pelletheizung sehr geeignet, da durch die Förderschnecke oder die Ansauganlage eine Strecke von bis zu 25 Metern überbrückt werden kann. Der Lagerraum für die Pellets muss sich somit nicht direkt neben der Heizanlage be-finden.

Der vordergründigste Nachteil des Einbaus einer Pelletheizung sind wie schon erwähnt die Anschaffungskosten, die sich aber durch die günstigen Brennstoff-Kosten über die Jahre relativieren sollten. Ein kleines Restrisiko besteht zudem bei der Versorgungssicherheit, da manchmal nicht einzuschätzen ist, wie sehr die Nachfrage für eine Umrüstung auf Pelletheizungen die Lieferbarkeit der Holzpellets einschränken und somit die Preise erhöhen wird.


Folgende Artikel könnten Sie auch interessant finden:


Anzeigen