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Energieausweis für Gebäude

Energieausweise für Häuser werden deswegen nötig, weil zu viele Wohngebäude in Deutschland große Mengen Energie verschwenden. Oft wurden in den letzten Jahren keine Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, um zum Beispiel die Fassade zu dämmen, neue Fenster einzubauen oder den Wärmeverlust über das Dach zu verringern.

Ein Energieausweis bietet einen klaren Anreiz zur Modernisierung von Gebäuden. Das Dokument bewertet ein Gebäude nach seinen energetischen Grundlagen, welche durch die Energieeinsparverordnung, auch genannt EnEV, kontrolliert wird. Die aktuellen Standards werden durch eine Verordnung aus dem Jahr 2009 geregelt. Eine Überarbeitung dieser Statuten wird 2014 erscheinen.

Zunächst entwickelte die Deutsche Energie Agentur GmbH einen Prototyp mit dem Namen Energiepass. Dieser Begriff wurde jedoch mit der Energieeinsparverordnung (EnEv) von 2009 ungültig. Der Energieausweis ist das öffentlich- rechtliche Zertifikat. Jeder sollte, sofern dies möglich ist, Vorschläge beinhalten, wie man bestehende Gebäude modernisieren kann, um so die Energieeffizienz zu verbessern.

Ein Energieausweis besitzt eine Gültigkeit von 10 Jahren, und ermöglicht, bei einer guten Bewertung, das inne Haben eines Qualitätssiegels. Ob bei einer Vermietung des Gebäudes, oder dem Verkauf, ein Energieausweis gibt Aufschluss darüber, wie energetisch effizient ein Haus ist.

Pro Quadratmeter Nutzfläche, muss im Energieausweis der jeweilige Energieverbrauch angegeben werden. Diese Zahlen beziehen sich immer auf den Durchschnittswert pro Jahr. Durch die steigenden Energiekosten, ist das sowohl für Mieter als auch für Immobilienkäufer, ein wichtiges Kriterium, weil so die anfallenden Nebenkosten besser abzusehen sind. Durch die enthaltenden Vorschläge zur Modernisierung von Gebäuden, kann der Besitzer Informationen darüber erhalten, wie der Wert gesichert oder gesteigert werden kann. Neben den geringeren Betriebskosten, kann also durch eine erfolgreiche Modernisierung, auch der Wert der Wohngebäude erheblich gesteigert werden.

Ziel ist es, Wohngebäude mit äußerst schlechten Werten kenntlich zu machen, um so die Eigentümer zu energetischen Modernisierungen zu bewegen. Hält man sich nicht an die Verordnung, und vermietet oder verkauft man ein Gebäude ohne den notwendigen energetischen Nachweis, können Bußgelder in einer Höhe von bis zu 15.000 Euro fällig werden. Öffentliche Gebäude, die eine Nettogrundfläche von mehr als 1000 Quadratmeter besitzen, sind sogar dazu verpflichtet, den Energieausweis per Aushang öffentlich zu machen.


Verbrauchsorientierter Energieausweis

Grundsätzlich wird zwischen dem bedarfsorientierten und verbrauchsorientierten Energieausweis unterschieden. Bei dem verbrauchsorientierten Energiepass, wird die effektive Energiemenge, die in einem Jahr verbraucht wurde, aufgeführt.

Nachteil dieser Bewertung ist, dass man wenig Aufschluss über die Bausubstanz und dem Zustand des Objekts erhält. Viel mehr erfährt man etwas über das Energieverhalten der Bewohner. Je nach Einsparungen, können die Zahlen innerhalb eines Jahres stark variieren.

Besonders bei Einfamilienhäusern ist solch ein verbrauchsorientierter Energieausweis eher irreführend. Verbringen die Bewohner den gesamten Winter im Ferienhaus im Süden, wäre es ein Null-Energie-Haus, was natürlich nicht dem tatsächlichen Zustand beschreibt.


Bedarfsorientierter Energieausweis

Daher ist der bedarfsorientierte Energieausweis in jedem Fall die objektivere und sichere Variante, wenn man die Energieeffizienz eines Objektes bewerten möchte. Neben verwendeter Baumaterialien, Dämmung wird besonders das eingebaute Heizungssystem aufgeführt und energetisch bewertet.

Die errechneten Energiezahlen beziehen sich dann jeweils auf einen durchschnittlichen Verbrauch. Berücksichtigt werden dabei der Energiebedarf für die Beheizung, die Wohnungslüftung und die Wasseraufbereitung. Bausubstanz, Dämmung, die Fenster, Lüftungs- und Heizanlagen, regenerative Energien, Solaranlagen oder Wärmepumpen werden bei der Berechnung in den verbrauchsorientierten Energieausweis ebenfalls miteinbezogen.

So lassen sich, hoch gerechnet auf einen durchschnittlichen Verbrauch, zuverlässige Zahlen ermitteln, die in den Energieausweis eingetragen werden. So kann man objektiv unterschiedliche Objekte hinsichtlich ihres Energiebedarfs vergleichen. Auch bei dem bedarfsorientierten Energieausweis werden Tipps zur Verbesserung angeführt, so dass man das jeweilige Einsparungspotential mitberücksichtigen kann.

Neubauten und solche, bei denen über 50 Prozent der Gebäudehülle saniert wurden, müssen mit einem bedarfsorientierten Energieausweis ausgestattet werden. Das gleiche gilt für Häuser, die bis zu vier Wohneinheiten besitzen. Alle Objekte, die nach 1978 erbaut wurden, haben die Wahl zwischen einem bedarfsorientierten und verbrauchsorientierten Energieausweis. Alle Häuser vor 1978 müssen den Bedarfsorientierten vorlegen. Gebäude, die eine geringere Nutzfläche von 50 Quadratmeter, sowie Baudenkmäler sind von der Pflicht eines Energieausweises befreit.


Energieausweis Austeller

Wer berechtigt ist, einen Energieausweis zu erstellen, ist in der EnEV geregelt. Experten können zum Beispiel Architekten, Bauchtechniker, Gebäudeenergieberater, Schornsteinfeger oder Bauingenieure sein. Mindestvoraussetzung bei allen ist ein Schwerpunkt im Studium auf energiesparendem Bauen oder eine Berufserfahrung von zwei Jahren, sowie eine nachgewiesene Fortbildung zum Thema.


Kosten für den Energieausweis

Da die EnEV keine Vorgaben in Bezug auf die Kosten des Energieausweises angibt, fallen die Preise für eine Ausstellung individuell aus. Ein verbrauchsorientierter Energieausweis kostet momentan zwischen 25 und 100 Euro.

Der bedarfsorientierte Energieausweis ist deutlich teurer. Ohne Vor- Ort- Begehungen und aufwändigen Vermessungen liegen die Kosten zwischen 80 und 200 Euro. Bei ausführlichen Vermessungen des Gebäudes und Begehungen, kostet solch ein Ausweis zwischen 200 und 1000 Euro. Dies hängt meist von der Größe des Gebäudes ab. Fragen Sie daher bei Firmen kritisch nach, die Energieausweise online anbieten!
Immobilien, die nicht als Wohnbau genutzt werden, müssen komplexer berechnet werden, so dass da die Preise schnell bis in die Zehntausende Euro ansteigen.


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